Quadrate

Info´s (Stand 7/2017)

  • Kleinbetragsrechnung 250 € (brutto)
    Neue Grenze von bisher 150 € (brutto)
           Rückwirkend zum 01.01.2017 wird der Betrag für Kleinbetragsrechungen erhöht.
  • Vorsteuerabzug, Verweis auf andere Unterlagen reicht aus:
    Zur Identifizierung einer abgerechneten Leistung darf in einer Rechnung auf andere Geschäftsunterlagen verwiesen werden. Der Vorsteuerabzug bleibt in solchen Fällen erhalten, entschied der BFH.

    Eine zum Vorsteuerabzug berechtigende Rechnung, so das Urteil, müsse es lediglich ermöglichen, die abgerechneten Leistungen zu identifizieren. Dazu reicht es aus, wenn die Rechnung auf andere Geschäftsunterlagen verweist und diese eindeutig bezeichnet. Die Unterlagen müssten zwar natürlich grundsätzlich existieren, aber nicht den Rechnungen beigefügt sein, erklärten die Richter weiter (BFH-Urteil vom 16.1.2014, V R 28/13).

    Im entschiedenen Fall hatte ein Unternehmer Rechnungen erhalten, die zur Beschreibung der ihm gegenüber erbrachten Dienstleistung ausdrücklich auf bestimmte Vertragsunterlagen verwiesen. Diese Vertragsunterlagen waren den Rechnungen allerdings nicht beigefügt. Das Finanzamt versagte daher den Abzug der Vorsteuerbeträge.

  • Was tun, wenn eine Rechnung nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht?
    Der Rechnungsaussteller ist gesetzlich verpflichtet, eine ordnungsgemäße Rechnung auszustellen (§ 14 Abs. 2 UStG). Rechnungsmängel dürfen nur vom Aussteller beseitigt werden. Es reicht nicht aus, mit dem Aussteller mündlich eine Korrektur zu vereinbaren und sie dann selbst durchzuführen, denn eine Rechnung ist im Umsatzsteuerlichen Sinn eine Urkunde.

    Haben Sie eine mangelhafte Rechnung erhalten, informieren Sie den Rechnungsaussteller über festgestellten Mängel und fodern Sie ihn zu Erstellung einer korrekten Rechnung auf. Hier ein Musterbrief: "Anfordern einer ordnungsgemäßen Rechnung".

  • Manipulierte Kassensysteme 
    Da geschätzt 10 Milliarden Euro Steuereinnahmen durch manipulierbare Kassensysteme
    jährlich ausfallen, wird vom Finanzministerium eine Lösung gefordert. Es soll deshalb
    gesetzlich geregelt werden, dass eine Überwachungssoftware einebaut werden muss, die die Kasse revisionssicher macht. Die Verfahren wie z. B. Insika (integrierte Sicherheitslösung für messwertbearbeitende Kassensysteme) könnte dabei in Betracht gezogen werden. Vorbild ist das Land Frankreich, das seine Steuerzahler gesetzlich zum Einbau einer Überwachungssoftware ab 2018 verpflichtet hat. 

  • Altersvorsorge wird stärker gefördert  Die private Altersvorsorge wird ab 2015 steuerlich besser gefördert. Die Abzugsmöglichkeit der privaten Rürup-Rente war im Jahr 2014 auf 20.000,00 € begrenzt. Nun wird die Abzugsmöglichkeit an den knappschaftlichen Rentenbeitrag gekoppelt.Im Jahr 2015 sind damit für einen Alleinstehenden Beiträge bis 22.179,00 € abzugsfähig. Für Ehegatten sind die doppelten Beiträge zu berücksichtigen.

  • 1 %-Regelung für mehrere Fahrzeuge
    Am 13.06.2013 (veröffentlicht am 23.10.2013) hat der BFH die Frage entschieden, ob es auch in der Lohnabrechnung eines Arbeitsnehmers eine Mehrfachbesteuerung von zur Nutzung überlassenen Fahrzeugen geben kann. Bisher wurde dies nur bei betrieblichen Fahrzeugen eines Unternehmers praktiziert. (Rechtslage ab 2010). Das oberste Gericht bejaht nun diese Frage. Damit muss mehrfach die 1%-Regelung als steuerpflichtiger Sachbezug angesetzt werden, wenn der Mitarbeiter mehrere Fahrzeuge privat nutzen kann. Quelle: BFH-Urteil vom 13.06.2013, veröffentlicht am 23.10.2013, VI R 17/12

    1% Regelung für mehrere Fahrzeuge